„Welche und wie viel Wolle?“

Seit ein paar Wochen schon bin ich mit einem etwas größeren Projekt beschäftigt: ich stricke einen Pullover für meinen „kleinen“ Bruder.
Eigentlich fing es Ende Oktober an. Auf Whats APP bekam ich eine Nachricht von meinem Vater mit einem Bild von meinem Bruder in einem Pullover. Zopfmuster, „rustikal“, relativ dünne Wolle. Offensichtlich waren die beiden gerade unterwegs, einkaufen.
Die Frage darunter war – Pullover für M. Welche und wieviel Wolle¿

Ja neeee….kommt halt auf die Wolle an, so meine Antwort, günstiger als direkt dem Pulli kaufen wird das aber selten.

Nein, kaufen möchte er ja gerade nicht. Aber es wäre ja bald Weihnachten.

Achso, wie wäre es mit einem Pullover als Weihnachtsgeschenk? Earm nein…ganz sicher nicht. Es war fast November und ich befand mich in den letzten Zügen der 2014er Strickerei, bevor ich im Dezember ausschließlich für mich stricken wollte.

So ein Pulli kann sicher in wenigen Tagen gestrickt sein, mit entsprechend dicker Wolle und glatt rechts. Aber das was mein Bruder wünschte, war nicht mit meinen Plänen vereinbar.

Grundsätzlich stricke ich meinem Bruder aber natürlich gerne einen Pulli – und ich schlug ihm vor ihm zu seinem Geburtstag im März einen Pullover nach Wunsch zu stricken.

Hier die Wünsche: nicht zu dick, Zopfmuster, aber nicht zu feminin, V-Ausschnitt, Kapuze.
Und so liefen einige Vorbereitungen nebenher – man macht sich ja keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit so ein Pullover macht bevor man eine einzige Masche angeschlagen hat.

Als erstes galt es zumindest mal die gewünscht Richtung „Zopfmuster“ zu finden. Ist ja ein weites Feld – das ganze dann mit möglichst dünner Wolle….
Ich wühlte mich ein wenig durch Drops und ravelry und machte Screenshots von ein paar Modellen. Diese schickte ich dann meinem Bruder.
Der brauchte ein bisschen, sich zu entscheiden – der oder der, aber auf jeden Fall mit Kapuze und V-Ausschnitt..und schließlich war er in ein Modell verknallt.
Doof nur, dass ich nicht auf die Verfügbarkeit des Musters geachtet hatte…. Der Pullover stammt aus einem Buch aus den USA welches sich mit lokalen Garnen beschäftigt.

Mit anderen Worten – ich hatte nur ein Foto. Guut kein Problem – das kriegen wir hin.

Ich hatte zwar bisher nur Raglan für mein Tochterkind gestrickt – aber hey, ich liebe Herausforderungen.

Als nächstes galt es Wolle auszusuchen. Zuerst wollte ich eine Baby Alpaca Seide Mischung von Drops vorschlagen. Aber als ich so die zugehörigen Muster betrachtete stellte ich fest, dass diese Wolle viel zu „flauschig“ für einen Herren Pullover mit Zöpfen gewesen wäre.
Wie es der Zufall wollte strickte ich ja noch an Bonnies Wish – mit der Baby Merino Wolle, auch von Drops. Diese Wolle ist so unfassbar toll! Superweich – und dabei ein absolut klares Maschenbild. Nur einen minimalen Haken hat sie – sie wird beim Waschen größer. Aber auch das ist kein großes Problem, wenn man mit einer Maschenprobe umgehen kann.
Ich ließ meinen Bruder über Weihnachten mal probegrabbeln und die Sache war beschlossen.

Im neuen Jahr hatte ich erstmal meinen Bonnies Wish zum fertig stricken – Wolle bestellen wollte ich danach….nur wie viel?

Mehr dazu im nächsten Teil der Pulli Geschichte.

Bis dahin ein kleiner Vorgeschmack und ein entspanntes Bild: Ich strickend in der „Lounge“ des Schwimmbades während meine Tochter beim Schwimmkurs ist 🙂 Im Moment eine der wenigen entspannten Stunden in der Woche.
image

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s